Zum Jahreswechsel - eine Standortbestimmung

Am 8. Februar 2015 ging die Seite "Willkommen im Ostharz" offiziell ins Netz. Hier nochmals der einleitende Beitrag von damals.  Ein Jahreswechsel ist immer ein guter Zeitpunkt, um eine Standortbestimmung vorzunehmen und dies macht gerade zu unserem Thema Sinn.

Welches waren die Beweggründe damals?

  • Akutes Problem mit der Wipperliese, Frage nach der Zukunft des Wippertales und gleichzeitig das Thema "Gehört der Ostharz eigentlich noch zum Harz"? Harte Kritik am Rivalitätsdenken der beiden Kleinbahnen.
  • Die Frage nach der Rolle der Standortmarketing-Gesellschaft im Zusammenhang mit Tourismus sorgte für etliche Turbulenzen.
  • Das "Nebeneinander" oder die fehlende Verknüpfung von Wipper-, Eine- und Selketal.
  • Die  Landkreisgrenzen, welche Auswirkungen im Marketing, im Öffentlichen Verkehr, aber ganz besonders im Informationsfluss haben.
  • Die teilweise steinzeitlichen Web-Auftritte verschiedener Kommunen. Hier war es ein Bedürfnis, die Angebote zu sammeln und in einem Ostharz-Veranstaltungskalender darzustellen.
  • Generell: Bündelung und Darstellung der vielfältigen Angebote des Ostharzes auf einer Seite.
  • Die Zukunftsfähigkeit des Lebensraumes Ostharz.

Was hat sich inzwischen getan?

  • Wipperliese fährt im Sommerhalbjahr als Wochenendbahn. Eine regelmäßig tagende Supportergruppe erarbeitet Sonderaktivitäten für die Wipperliese. Mit Übernahme der Strecke durch die Mansfelder Bergwerksbahn finden jetzt auch koordinierte Veranstaltungen statt. Die Wipperliese arbeitet inzwischen mit einer gut beschickten FB- und Webseite - ein Quantensprung. Dafür gibt es neben der Dauerbaugrube Rammelburg eine neue Baustelle und diese heißt Ferienpark Vatterode.  Ein Gesamtkonzept für den Vatteröder-Teich inklusive Parkeisenbahn?
  • Die Rolle der SMG zum Thema Tourismus ist inzwischen geklärt. Eigener Tourismusbereich mit vielen Aktivitäten. FB-Seite, welche immer mehr gerade auch touristische Betriebe und Angebote im Zentrum hat. Betrachtet man die aktuelle FB-Seite der SMG, so liegt diese neben den klaren Wirtschaftsthemen inzwischen sehr nahe an unserer FB-Seite und das ist toll. Likes zu setzen lohnt sich also.
  • Vernetzung der Täler ist nach wie vor eine Baustelle. Schade. Dasselbe gilt für die
    Einbindung des Ostharzes im Web-Auftritt der offiziellen Harz-Tourismus-Seite. Obwohl Landkreis und SMG diesbezüglich Vorstöße angekündigt hatten, sind auf der aktuellen Karte keine Veränderungen zu sehen. Zwar gehören wir regional zum "Naturpark Harz", aber laut dieser Karte gibt es da nichts - einfach nichts.
  • Im Landkreis Harz gibt es inzwischen interessante Angebote:  Die Harz-Card und das Hatix, welches es Urlaubern ermöglicht, die öffentlichen Verkehrsmittel unentgeltlich zu verwenden. Ein ganz starkes Instrument in der Tourismuswerbung. So gewichtig, dass nun auch  im Westharz hitzig diskutiert wird.
  • In Mansfeld-Südharz treten wir diesbezüglich noch vor Ort. Das ist bedauerlich.
  • Die meisten Ostharz-Kommunen haben von einem neuen Angebot in Sachen Webauftritt profitiert. Eigentlich tolle Seiten. Vielfach hakt es jedoch mit der Betreuung und der Aktualisierung. Trotzdem: Gerade das Beispiel Harzgerode (mit monatlichem Newsletter in Sachen Veranstaltungen) führt vor Augen, was sich mit konsequenter Internetarbeit bewerkstelligen ließe...
  • Bezüglich Zukunftsfähigkeit der Ortsteile werden die nächsten Jahre endgültig zeigen, inwiefern Erneuerung, Zuzug usw. stattfinden werden. Da gibt es weiterhin viele Fragezeichen, denn die Zeichen der Landespolitik stehen in den großen Zügen weiterhin auf Zentralisierung und Strukturabbau in den Ortsteilen. Das ist ein politisches Problem.
  • Wem das alles zu tourismuslastig ist: Natürlich stehen die Menschen unserer Dörfer und Ortsteile im Vordergrund. Tourismus ist EIN wesentliches Standbein für ALLE Einwohner eines Ortes und kann wesentlich zur Stabilisierung von Infrastruktur UND Arbeitsplätzen beitragen. Schöne Beispiele Stangerode.  oder Dankerode.
  • Daneben gibt es konkrete begrüßenswerte Initiativen, den eigenen Ort als Wohn- und Arbeitsort aktiv zu gestalten und zu bewerben. Auch hier wieder die Stadt Harzgerode - ein tolles Projekt!
Wenn wir also die Ausgangslage 2015 mit dem Heute vergleichen, hat sich in mehreren Bereichen sehr viel getan. Andere Themen bleiben Baustellen. Hier gilt es aber auch zu erkennen, dass diesbezügliche  substantielle Lösungen nicht in unserer Hand liegen, sondern in der Kompetenz der Landkreise und Ministerien des Landes liegen. Das Einzige, was WIR machen können, ist, dauernd auf diese Schwachstellen hinzuweisen. Als klare Schwachstelle bleibt die Vernetzung zwischen den Landkreisen, für Einwohner teilweise ärgerlich, für Neugierige ein Unding und nicht nachvollziehbar.

Für diese Seite stellt sich nach drei Jahren die Frage, ob sie in Richtung statische Seite (=Darstellung der Ostharzgemeinden mit den entsprechenden Links) umgebaut werden und im Netz bleiben soll.  Auf Dauer wird es nämlich schwierig, die hier verlinkten Unterkunftsverzeichnisse und regionalen Angebote mit den entsprechenden Links auf aktuellem Stand zu halten. Für diese Arbeit fehlt ganz klar das Engagement der direkt betroffenen Unternehmer und engagierten Mitbürger.

Dieses Thema wurde bereits vor 2 Monaten in unserer FB-Gruppe aufgegriffen und es ist jetzt an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Jedermann kann da  mitdiskutieren, wozu wir herzlich einladen.  Der Jahreswechsel ist ein günstiger Zeitpunkt.

Vielen Dank allen MitmacherInnen und allen einen entspannten Jahresausklang.

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