Flagge zeigen! Denkanstoß 2 : Die Ortsteile eigenständig ins Netz!

Was wurde in den vergangenen Jahren schon alles an Broschüren und Flyern für Werbung im Ostharz ausgegeben? Finanziert aus eh schon klammen Kommunalkassen oder Fördertöpfen. Wie lange bleibt so eine Publikation aktuell? Wer kriegt sie in die Finger, wie hoch ist die Wirkung in die Tiefe? Wem nützt diese Broschüre?

Im Tourismus?

  • Meistens Leute, welche bereits vor Ort sind und sich in einer Tourismusinformation melden.
  • Vielleicht an Tourismusmessen, wo der Ort aber sofort in Konkurrenz mit Hunderten anderer Destinationen trifft.
  • Auf Grund aktueller Entwicklungen im Ort besteht die Gefahr, dass solche teuren Hochglanzprodukte sehr schnell überholt sind. Sie müssen also für kurze Zeiträume geplant werden. 
  • An neue Zielgruppen kommt man nur schwerlich ran.

Für den Ort?
  • Für Einheimische Beschreibung dessen, was man schon kennt.
  • Für inzwischen Weggezogene Ehemalige von keinem besonderen Wert.
  • Vielfach Kritik ausgesetzt, da nicht mehr aktuell.

 Das eigene Schaufenster - immer und leicht zu aktualisieren.

"Wir sind doch schon auf den Seiten der Einheitsgemeinde gelistet". Richtig. Mit allgemeinem Text, welcher eigentlich niemanden besonders interessiert.  Viele Untersuchungen zum Thema Profilierung von Orten hinsichtlich Gewinnung von Neuzüglern und allenfalls auch im Tourismus belegen, dass "für Fremde" insbesondere Bilder und in zweiter Linie die aktuelle Momentaufnahme der Angebotene und des Geschehens vor Ort die Auslöser sind, sich mit einem Ort näher zu beschäftigen. 
Ein Beispiel: Schon mal was vom Rammelsberg gehört? Wetten, dass Sie schlagartig hellhörig und neugierig werden, im Internet zu suchen beginnen, nachdem Sie diese Bilder gesehen haben?  Dann ist es natürlich toll, wenn man auf eine Web-Seite mit allen Infos zum Ort stößt.

Bezüglich unserer Ortsteile stößt man mit 3 Ausnahmen auf eine Wüste, respektive auf Spartenangebote Gewerbetreibender oder von Vereinen. Tolle Seiten habe ich gefunden in Neudorf , in Wippra  und in Straßberg (hier allerdings seit 2017 keine Einträge mehr). Der Einwand der jetzt kommt ist nachvollziehbar: "Das sind Riesenseiten, hoher Zeitaufwand, mit Kosten verbunden und zu kompliziert, mute ich mir nicht zu."  

Es geht auch einfacher...

In einer knappen Stunde habe ich die folgende Seite zusammengebastelt. Ganz bewusst mit Verzicht auf viele offene Bilder, um zu zeigen, dass die Wirkung bislang bescheiden ist. Es geht jedoch hier um etwas Anderes:
  • indem ich die Möglichkeiten der google Angebote ausnütze, komme ich in wenigen Schritten zu einem Web-Auftritt, in welchen ich Videos, Kalender, Bilderalben, Karten, Bereiche aus dem Blog einbinden kann. Beispiel "Aktuelles aus Stangerode". Klar, das kommt aus dem Ostharzblog, berücksichtig jedoch lediglich Beiträge zu Stangerode.  
  • Deswegen der Gedankenanstoß 1 im vorigen Beitrag: Ein Redaktionsnetzwerk "Ostharz" würde Vorteile für alle bringen, besonders was die Tagesaktualitäten betrifft. Diese erwecken letztlich den Ortsteil zum Leben, setzen die Farbtupfer und wirken weit über den Ort hinaus. 
  • Die Realisierung einer solchen Dorf-Seite ist in Form eines eintägigen Work-Shops in einem PC-Kabinett problemlos möglich. Voraussetzung ist, dass Interessierte sich vorgängig  bei Google (gmail) anmelden und  in Google Drive etwas umsehen. Das erleichtert nachher die Arbeit.
Vorstellbar ist ein solcher Workshop im Monat November oder Januar. Interessierte (z. B. Heimat- und Kulturvereine, Ortschaftsräte), welche ihren Ort im Fokus haben, mit einem Word-Programm umgehen können, werden diese "Herausforderung" locker bewältigen. Kosten? Keine - einfach eure Zeit, welche ihr aufwendet.

Wer Aufmerksamkeit möchte, muss auch sichtbar, auffindbar sein.



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