Die Karnevals-Vereine: Gelebte Dorfkultur

Natürlich kann man Karneval lieben oder meiden. Als Erstes kommen uns da sicher die großen Karnevalssitzungen und -umzüge  in Mainz oder Köln in den Sinn, welche live auf ZDF oder ARD übertragen werden.

Es gibt aber auch noch die dörfliche und kleinstädtische Karnevalskultur. Sie unterscheidet sich in dem Sinne von den "großen Kisten", dass diese Vereine für den Ort selbst und die Bevölkerung ein Haltefaktor, ein gesellschaftlicher Pfeiler und alle Jahre wieder Ausrichter mehrerer toller Festanlässe sind. 

Drei Vereine kurz vorgestellt:


Der Ascherslebener Carnevals-Club (ACC) blickt auf eine 47-jährige Tradition zurück und füllt mit seinen Sitzungen nicht nur mehrmals das Bestehornhaus, sonder tritt regelmäßig auch in den Ortschaften der Region auf. Ebenfalls traditionell der Rosensonntags-Umzug, dieses Jahr am 7. Februar um 14:30.  Hier der Terminkalender.


Der Güntersberger Faschings-Club (GFC)  besteht schon seit 62 Jahren und bestreitet  während der Faschingszeit nicht nur die traditionellen Sitzungen und Bälle, sondern ist auch mitverantwortlich für die Ausrichtung eines tollen Umzuges. ..und wie es so ist in den kleineren Orten: Wenn sie mal beginnen, dann legen sie gleich richtig los. Das geht dann praktisch eine Woche voll durch Terminkalender.  Dazu gehört natürlich der Umzug in Güntersberge am Sonnabend  06.02.2016 , welcher nahtlos in Kinderfasching und große Abendveranstaltung übergeht.

Der Quenstedter Carnevals-Club e.V (QCC)  ist der jüngste dieser Vereine. 32 Jahre alt, Sitz im 750 Einwohner zählenden Ortsteil Quenstedt. Es ist aber DER Verein, um den sich in diesem Ort alles dreht, der alle Bevölkerungsgruppen einbezieht.Wie man auf den Bildern erkennen kann: Das beginnt schon ganz früh.  Hier Mitglied zu sein ist ein Jahresjob. Das Programm hat es in sich und die alljährlichen Veranstaltungen ziehen Besucher aus der weiteren Region an. Wer aber Tickets will, muss sich bereits im Dezember sputen: Termine ja, aber alles ausverkauft..